Am Lysefjord

Lysebotn

Am Ende des Lysefjords liegt der kleine Ort Lysebotn. Links und rechts neben dem Fjord ragen die Berge teils 1000 Meter senkrecht auf. Einige spektakuläre Felsformationen wie der Kjerak oder der Prykestölen sind hier beheimatet. Wir sehen davon heute allerdings nicht viel, weil es stark regnet und nur für einen kurzen Moment die Wolken aufreißen und uns einen Blick ins Tal gewähren. Daher kehren wir bereits oben wieder um und verschieben den Ausflug auf ein andern Mal.

Homepage: Lysebotn Tourist Camp
Wikipedia Info: Lysefjord

Ausflug nach Lysebotn im Regen

Steinwüste auf den Fjell

Ursprünglich wollten wir heute die Fähre durch den Lysefjord nehmen, doch die Plätze sind begrenzt und - wie sich auf telefonische Nachfrage hin herausstellt - bereits alle belegt. Also nehmen wir Quartier auf dem Campingplatz in Suleskard und machen nur eine kurze Spritztour zum Lysefjord, wo es spektakuläre Felsen und Aussichten geben soll.
Der Weg dorthin ist bereits sehr abenteuerlich - auf einer schmalen Straße, die sich wild durch die Berge windet, geht es durch düstere Regenwolken über den felsigen Grund. Hin und wieder muss man in einer Ausweichbucht abbremsen, um den Gegenverkehr passieren zu lassen, oder man spielt russisches Roulette und hofft, dass die Böschung neben dem Asphalt griffig genug ist, wenn keiner von beiden halten möchte.
Kurz vor der Abfahrt nach Lysebotn ist ein großer Parkplatz im Nichts. Ringsherum soweit das Auge reicht nur Felsen und Wolken. Oben haben die Durchreisenden unzählige Steinhaufen in der Landschaft aufgeschichtet.

Typisch rote Häuser

Bauernhof bei Valle

Auf der Weiterfahrt stoßen wir tiefer ins Bergland vor. Ein typisches Merkmal hier - wie auch bereits in Schweden - sind die vielen roten Häuser, die sich schon von weitem kontrastreich sowohl vom saftig grünen Untergrund als auch von den dunklen Felsen der Berge abheben.

Höhenflüge

Trampolin hüpfen

Wir bleiben noch 3 weitere Nächte in der Hütte auf dem Campingplatz in Vrådal. Nach der Anreise-Woche ist es angenehm, mal eine Weile am selben Ort zu verweilen. Hinter der Hütte gibt es ein großes Luftkissen auf der Wiese zum Trampolinspringen. Was für ein Spaß!
Nur der kaputte Rücken ist die nächsten Tage noch etwas beleidigt - denn zwischen den Höhenflügen liegt auch so manch unsanfte Landung…

Aufbruch…

Reinhard auf seinem Fahrrad

Unsere Freunde brechen auf, um die nächsten Etappen mit dem Fahrrad zurückzulegen. Trotz regnerischer Witterung machen Sie sich auf den Weg. Vor Ihnen liegt zunächst eine Bergetappe zum Lysefjord, wo es anschließend durch 27 Serpentinen 600 Höhenmeter ins Tal hinunter geht.

Bergtour auf den «Gaustatoppen»

Gaustatoppen

Reinhard schlägt einen Ausflug zum Gaustatoppen vor - einem der bekanntesten Berge in Norwegen. Die 100km Anfahrt sorgen zwar für einige Nörgeleien in der Truppe, aber dafür entschädigt eine 5-stündige Wanderung bei überwiegend gutem Wetter auf den 1883m hohen Gipfel des Berges. Von oben soll man bei klarer Sicht angeblich 1/6 von ganz Norwegen überblicken können. Auf jeden Fall taugt der Aufstieg über Felsen und Geröllpiste mit 600 Höhenmetern vom Startpunkt bis zum Gipfel ordentlich zum auspowern. Nach einem strammen Marsch mit Regenguss kurz vorm Ziel sind wir froh, oben in der Hütte einen heißen Kaffee und einen Imbiss zu bekommen, bevor wir dann bei herrlichem Sonnenschein das Bergpanorama auf dem Abstieg genießen können.

Fotostrecke: Bergwanderung am Gaustatoppen
Homepage: Gaustatoppen

Camping-Hütte in Vrådal

Campinghütte in Vrådal

Mit der Fähre in Norwegen eingetroffen legen wir zunächst eine ordentliche Autostrecke zurück, um ins mittlere Telemark zu gelangen. Die Autobahnen in Norwegen gleichen deutschen Landstraßen und haben ein Tempolimit von 90km/h.
Am Vortag sind Reinhard und Lutz für eine 1-wöchige Fahrradtour mit der Oslo-Fähre von Kiel aus eingetroffen und haben uns einen Treffpunkt für Nachmittags mitgeteilt. Wir steuern das kleine Nest Vrådal in der Wildnis von Südnorwegen an. Auf einem gut ausgestatteten Campingplatz haben die beiden bereits eine Hütte mit Seeblick für uns alle klar gemacht. Die Hütte erweist sich als recht komfortabel und der Campingplatz verfügt sogar über Internetzugang per Wireless-LAN!
Zur Feier des Tages gönnen wir uns abends das große Buffet im örtlichen Hotel und verspeisen Lachs und andere Köstlichkeiten bis zum abwinken.
Die Fahrrad-Athleten reisen bereits am übernächsten Tag weiter - wir gönnen uns noch 3 Tage Ruhe am See.

Homepage: Vrådal Hyttegrend

Mit der Color Line nach Norwegen

Colorline

Auf der letzten Schweden-Etappe kommen wir abends spät in Strömstad kurz vor der norwegischen Grenze an. Unser privater Reiseleiter gab uns noch rechtzeitig per SMS den Tipp, dass wir den Oslo-Fjord mit der Fähre Strömstad-Sandefjord abkürzen können. Mit etwas Glück finden wir ein Bed&Breakfast-Zimmer etwas außerhalb der Stadt. Zwar ist die Rezeption abends nicht mehr besetzt, aber beim Handy-Anruf auf der dort angegebenen Nummer teilt man uns mit, dass einige Briefumschläge mit Zimmerschlüsseln für späte Gäste bereit liegen.
Am nächsten Tag geht es früh raus, um die erste Fähre nach Norwegen um 10:00 Uhr zu erreichen. Noch ein paar letzte Einkäufe im schwedischen Supermarkt (dort ist es günstiger als in Norwegen!), dann geht es auf die Fähre.
Irgendwie erinnert mich das Logo der Rederei an meine Anfangstage mit dem Commodore-Homecomputer ;-)

Fotostrecke: Fähre Strömstad-Sandefjord
Homepage: Color Line

Die Auflösung einer Wette im Elchmuseum

Elchmuseum

Ein Streit um die reale Größe eines Elchs führt uns ins Elch-Museum nördlich von Trollhättan. Hier erhoffen wir uns eine Antwort auf die Frage, wie groß die Viecher werden können. Ich behaupte, eine Schulterhöhe von 1,80m wäre mindestens drin - Carmen mag mir das nicht glauben…
Am Ende wissen wir: Elche haben eine Schulterhöhe von bis zu 2,40m und werden teilweise über 900kg schwer!

Schleusensystem im Trollhättan-Kanal

Schleuse im Trollhättan-Kanal

Der Trollhättan-Kanal ist berühmt für seine zahlreichen Schleusen. Mit einer ganzen Kaskade von Schleusen-Stufen wird ein Höhenunterschied von mehr als 40 Metern überwunden. Bereits im 1800 wurde ein erstes Schleusensystem in Betrieb genommen, um den vorher fast unbezwingbaren Flusslauf für Schiffe besser befahrbar zu machen.
Nach einem ausgiebigen Rundgang zum Wasserkraftwerk und den Schleusen verlassen wir Trollhättan in Richtung Norden, um unsere letzte Etappe vor Norwegen abzuschließen.

Fotostrecke: Wasserkraftwerk und Schleusen
Wikipedia Info: Trollhättan